Garten EdenAusgezeichnet 

Sept. 2015 – Juni 2016 | Trailer ansehen

Man kann nur eins: Entweder zu Hause sein oder im Paradies. Beides geht nicht und ist noch keinem Menschen gelungen. Wenn du einmal drin bist, kommst du so bald nicht wieder heraus. So bekommt es der Junge Hans zu hören, als er auf der Suche nach seinem Paradiesvogel mit einem selbst gebastelten Drachen bis ins Paradies geflogen ist.

»Ich wünschte, das Glück wäre ein Gegenstand, den ich irgendwo gefunden und mit nach Hause genommen hätte.«

Das Künstlerkollektiv projekt-il begibt sich gemeinsam mit Düsseldorfer Bürgern und Noch-nicht-Bürgern, mit Geflüchteten und bereits Angekommenen auf die Suche nach den persönlichen Paradiesen und Sehnsuchtsorten der Menschen.

AUSGEZEICHNET MIT DEM INTEGRATIONSPREIS DER STADT DÜSSELDORF 2016.

Mit Farzad Ahmadi, Abdulgader Ail, Abdul Khaliq Alrawi, Joti Baggri, Amir Baghistany,  Azim Behbudi, Carolina Braun, Martin Charosphour, Mohammad Fares Damlakhi, Jasmin Groos, Hamid Hesso, Ulrike Kempf, Rejoice Mhandu, Sami Nacir, Holali Oumata, Lisa Pohl, Rainer Sann, Adam Sawalha, Nazli Saremi, Friedhelm Schulte, Jeannette Sedjo, Akram Zarei, Dem Persischen Chor Difi, Dem Jodelklub Düsseldorf, Sänger/Innen Der Soulville-Jazzsingers, Canta B.

Ist das Leben woanders besser? Wo bin ich zu Hause? Was macht mich glücklich? Garten Eden ist ein Projekt mit Menschen aus der Stadt, die aus unterschiedlichsten Kulturen stammen und nun in einem Land leben, in dem scheinbar Frieden und Wohlstand herrschen. Gemeinsam findet ein Austausch über Utopien, Träume und die großen Verheißungen und Verlockungen einer fremden Welt statt. Ein Austausch über jene Orte, zu welchen sie geflohen sind, an denen sie gestrandet sind, an die es sie irgendwie verschlagen hat, von denen sie schon immer träumten, von denen sie kamen, an die sie schon immer wollten oder an denen sie schon immer gelebt haben.

Teil der Konzeption ist ein Urban-Gardening-Projekt auf dem Vorplatz des Jungen Schauspielhauses, bei dem die Idee des »Garten Eden« ab Frühjahr 2016 tatsächlich Gestalt annimmt.

Im Rahmen von Garten Eden finden über die gesamte Spielzeit kleine und große Projekte statt, die alle um das Thema und Spielzeitmotto »Dein Sehnsuchtsort« kreisen.

Die Formate richten sich an junge Flüchtlinge und Düsseldorfer Jugendliche gleichermaßen. Die Module beinhalten Workshops in den Disziplinen Tanz, Musik, Theater und Fotografie, Schreibwerkstätten, Tagesaktionen und mobile Angebote.

Dafür kooperiert das Junge Schauspielhaus u. a. mit der PBSA – Hochschule Düsseldorf und dem zakk e.V.. Abschluss und Höhepunkt des spielzeitübergreifenden Projekts bildet die Inszenierung Garten Eden. Das Bühnenstück soll dazu beitragen, dass kulturelle Vielfalt als Bereicherung und Chance wahrgenommen wird. Gleichzeitig wird der Garten auf dem Vorplatz des Jungen Schauspielhauses feierlich eröffnet.
Gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.